Unsere Laserscanner prüfen dünne Schichten in ihrer ganzen Breite

Beschichtungskontrolle

Bei einer Vielzahl von Anwendungen entscheiden dünne Schichten und deren Beschaffenheit über die Qualität von Produkten. Oft müssen dünne Schichten mit hoher Geschwindigkeit auf große Oberflächen aufgetragen werden. Fraunhofer IPM entwickelt Technologien, um diese Beschichtungen zu überprüfen – flächendeckend, schnell und direkt in der Produktion.

Beispiel Presswerk: Hochauflösende Beölungsmessung

In Presswerken entstehen Stanz- und Formteile – beispielsweise für den Automobilbau – aus großen Metallbahnen, den sogenannten Coils. Für die Verarbeitung der Bahnen ist es notwendig, das Material vor der Umformung zu beölen, wobei wiederum die exakte Dosierung der Ölmenge entscheidend für die Qualität der Formteile ist. Auf der Basis schneller bildgebender Fluoreszenzmesstechnik hat Fraunhofer IPM ein Verfahren entwickelt, das die Ölverteilung auf dem gesamten Coil genau bestimmt und damit kontrolliert. Schnelle Laserscanner messen dabei bis zu 200 Linien pro Sekunde. Bei einem Vorschub der Metallbahn von mehreren Metern pro Sekunde werden so 100 Prozent der Oberfläche unmittelbar in der Produktion analysiert.

Beispiel Metallbeschichtung: Bestimmung von Schichtdicke und atomarer Zusammensetzung

Für die Funktionalität von Metallbeschichtungen, die beispielsweise zum Schutz vor Korrosion oder als Haftvermittler auf andere Schichten aufgetragen werden, spielt deren Homogenität eine wesentliche Rolle. Für eine ortsaufgelöste Messung der Dicke metallischer Schichten hat Fraunhofer IPM die Technologie der laserinduzierten Plasma Spektroskopie (LIPS) weiterentwickelt. Mit dieser Technik lässt sich innerhalb weniger Millisekunden auch ein Tiefenprofil der atomaren Schichtzusammensetzung erstellen.