Wir entwickeln bildgebende Gasleckage-Suche.

Undichte Gasleitungen sind ein hohes Sicherheitsrisiko für die Öl-, Petrochemie- und Gasindustrie.

Zuverlässige Überwachung per Ferndetektion

Durch Leckagen verursachte Gasemissionen belasten die Umwelt. Empfindliche Systeme zur Gas-Ferndetektion spüren Gaslecks aus Entfernungen von bis zu 40 Metern auf – zum Beispiel in Biogasanlagen.

Wärmebildkameras machen Gas sichtbar.

Auf dem Bild der Thermographie-Kamera ist eine Gaswolke erkennbar. Zusätzliche Messungen mit einem Laserspektrometer geben Aufschluss über die Art des Gases.

Gasleckage-Suche

Mehr Sicherheit – Weniger Umweltbelastung

Die Infrastruktur für den Erdgastransport wird stetig weiter ausgebaut und modernisiert. Das deutsche Gasverteilungsnetz umfasst heute eine Länge von mehr als 500.000 Kilometer. Die  gesetzlichen Anforderungen an die Dichtigkeit der Gasinfrastruktur steigen. Neben der Sicherheit ist die Umweltbelastung durch unnötige Gasemissionen ein zunehmend wichtiger Grund für die hohen Anforderungen an die Dichtigkeit des Gasnetzes. Dies gilt auch für Industriebereiche wie die Ölindustrie, Petrochemie oder Gasindustrie. Ebenso wie Gasnetzbetreiber benötigen sie leistungsfähige Messsysteme für die Leckage-Prüfung, die Erdgas oder bestimmte Prozessgase aus der Ferne zuverlässig und empfindlich detektieren.

Dichtigkeitsprüfung mit Gaskameras

Fraunhofer IPM entwickelt empfindliche und komfortable Messtechnik für die quantitative Dichtigkeitsprüfung von Gasinfrastruktur. Die einfach zu bedienenden Messgeräte ermöglichen eine effiziente und zuverlässige Dichtheitsprüfung bzw. Leckage-Ortung. Eingesetzt werden unter anderem bildgebende Gaskameras, bei denen Optik und Bildverarbeitung an die jeweilige Messaufgabe angepasst werden.

Bei der Entwicklung der gasspezifischen Kameras greifen wir auf umfangreiche Erfahrung mit laserspektroskopischen Messsystemen, Auswerte-Modellen und der Nutzung von Wärmebildkameras zurück. Unsere handgehaltenen Laserspektrometer für die Gasferndetektion beispielsweise ermöglichen eine quantitative Leckage-Bewertung. Bei der Entwicklung unserer gasspezifischen Leckage-Messsysteme arbeiten wir mit Lasern aller Wellenlängenbereiche. Neben der Methan-Detektion im Erdgasnetz lassen sich die Geräte somit auch für die Gasdetektion in industriellen Produktionsprozessen einsetzen. So etwa in der Verpackungs- und Lebensmittelindustrie, wenn es darum geht, die Schutzgasatmosphäre bei der Lagerung oder Verpackung von Nahrungsmittel zu überwachen.

Unsere Leckage-Messsysteme zur Ferndetektion werden als handgehaltene Systeme genutzt, sind aber auch auf mobilen Plattformen, v.a. Fahrzeugen im Einsatz. In einem derzeit laufenden Projekt arbeiten wir an der Entwicklung eines Leckage-Messystems für den Einsatz auf einer Drohne.

Hintergrund

EU Eurostars

Projekt »LeakLoQu«

Methanferndetektion mittels Laser-Spektroskopie wird für den Einsatz bei der Gasleckage-Suche immer wichtiger.
Das Projekt hat die Verbesserung der Messtechnik und damit der Leckageortung und -beurteilung zum Ziel.

BMBF Zivile Sicherheit

Projekt »SORTIE«

Fraunhofer IPM entwickelt in diesem Gemeinschaftsprojekt eine drohnenbasierte Gasferndetektion. Sie warnt Rettungskräfte vor explosionsgefährdeten Bereichen.

EU Horizon 2020

Projekt »RedFinch«

Im Verbundprojekt »RedFinch« entwickelt Fraunhofer IPM ein miniaturisiertes, tragbares PAS-Gassensorsystem u. a. für die Leckageortung.