Laserscanner vermisst Gleisgeometrie

Der schuhkartongroße Scanner arbeitet mit einem augensicheren Laser. Dieser misst 800 Profile und führt 2 Millionen Messungen pro Sekunde aus.

Detaillierte 3D-Punktwolke

Die Messungen ergeben ein hochaufgelöstes 3D-Bild. Geeignete Algorithmen extrahieren die gesuchten Parameter aus den Messdaten.

Gleisgeometrie

Gleisnahe Infrastruktur hochgenau erfassen

Gleise und die gleisnahe Infrastruktur – wie etwa Schwellen oder das Gleisbett – werden heute in der Regel mithilfe kamerabasierter Systeme erfasst. Bei unzureichendem Umgebungslicht ist hier jedoch eine künstliche Beleuchtung erforderlich; zudem müssen die umfangreichen Messdaten aufwändig bearbeitet und ausgewertet werden. Vor diesem Hintergrund hat Fraunhofer IPM einen Laserscanner zur geometrischen Vermessung von Schienen, Schienenkopf, Schwellen und Schienenbett entwickelt.

Rail Track Scanner RTS

Der kompakte RTS wird in einem Abstand von bis zu 1,2 Metern über dem Gleisbett auf einen beliebigen Schienenwagen montiert. Ein augensicherer Laser scannt die Gleise quer zur Vorwärtsbewegung des Messfahrzeugs über eine Breite von zirka 1,7 Metern. Mit bis zu 800 Linienprofilen und zwei Millionen Messungen pro Sekunde entsteht ein detailreiches dreidimensionales Abbild der Schienen und der damit unmittelbar verknüpften Infrastruktur. Aus der so generierten Punktwolke werden mit geeigneten Algorithmen Parameter wie Abstand, Höhe und Neigung der Schiene oder die Geometrie des Schienenkopfes extrahiert und mit Soll-Profilen verglichen. Die Scanfrequenz kann flexibel an die jeweilige Aufgabenstellung angepasst werden. Topografische Strukturen bzw. Strukturänderungen werden mit einer Messunsicherheit von kleiner als einem Millimeter zuverlässig erfasst.