Fotorealistische Darstellung durch 2D-Intensitätsscan plus 3D-Abstandsmessung
Fraunhofer IPM hat eine neuartige laserbasierte Technologie entwickelt und patentieren lassen, die 3D-Aufnahmen und hochaufgelöste 2D-Oberflächenaufnahmen gleichzeitig aufnimmt – ganz ohne Kamera. Für das Konzept wurden ein Intensitäts-Scanner für die 2D-Information und ein Distanz-Scanner für die 3D-Information in einem optischen Aufbau vereint. Die Laserscanner-Einheiten sind zueinander kalibriert und lassen sich in einem kompakten Gehäuse unterbringen. Die Auflösung des 2D-Intensitätsbildes ist um einen Faktor 16 höher als die des 3D-Bildes.
Hohe Tiefenschärfe, unabhängig von Lichtverhältnissen
Die fotorealistische Darstellung auf Basis von Laserscanner-Daten hat drei zentrale Vorteile: Sie ist vollkommen unabhängig von der Umgebungsbeleuchtung und besitzt eine hohe Tiefenschärfe. Zusätzlich entfällt durch die reine Hardwarekalibration eine aufwändige Nachbearbeitung wie z. B. das Stitching. Mit der Technologie ist u. a. die Detektion von Schäden in Asphalt oder Beton im Submillimeterbereich möglich – bei Bewegungsgeschwindigkeiten der Trägerplattform von über 80 km/h.
Photogrammetrie: Kostengünstig Alternative für die 3D-Oberflächenrekonstruktion
Eine kosteneffiziente Alternative ist die Photogrammetrie. Hierfür verwenden wir Bilder von 3D-Objekten und Umgebungen, die aus verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen worden. Daraus rekonstruieren wir eine 3D-Punktwolke aus der wiederum eine dichte 3D-Oberflächenrekonstruktion erstellt werden kann.