Schweden testet Straßenscanner

Bestnote für Pavement Profile Scanner

Presseinformation / 7.5.2018

Das schwedische nationale Straßen- und Transport Institut VTI (Swedish National Road and Transport Research Institute) hat in einer umfangreichen Studie Messsysteme zur Erfassung von Fahrbahnoberflächen verglichen. Die Untersuchung dokumentiert die Leistungsfähigkeit des Pavement Profile Scanner PPS von Fraunhofer IPM.

Mobile Mapping: Fahrbahnoberflächenmessung mithilfe von Laserscannern
© Lehmann + Partner GmbH/ Bildmontage Fraunhofer IPM

Laserscanner erfassen das Höhenprofil von Straßenoberflächen millimetergenau – auch bei Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h.

Eine regelmäßige messtechnische Erfassung der Straßenoberfläche liefert wichtige Planungsdaten zur Instandhaltung von Straßen. Je umfangreicher und genauer die Daten sind, desto effizienter können Behörden und Gemeinden die erforderlichen Maßnahmen planen. Laserbasierte Messsysteme, welche die Fahrbahnoberfläche exakt und schnell vermessen, sind seit einigen Jahren weltweit im Einsatz. Dabei wird grundsätzlich zwischen Triangulationsmesssystemen und Laserscannern unterschieden. Beide Verfahren haben spezifische Vor- und Nachteile, sodass unter Experten seit Jahren umstritten ist, welcher Ansatz für die Messung von Straßenoberflächen der Beste ist. Kürzlich hatten schwedische und finnische Behörden eine Studie beim schwedische nationale Straßen- und Transport Institut VTI (Swedish National Road and Transport Research Institute) in Auftrag gegeben, um die Basis für die Einführung innovativer Messtechnik zur Straßenzustandserfassung zu schaffen. Bislang arbeiten Schweden und Finnland bei der Straßenoberflächenerfassung mit nichtscannenden Punktlasersystemen. Die Studie sollte zeigen, inwiefern Laserscanner der bisher genutzten Techniken überlegen sind. Der Pavement Profile Scanner PPS von Fraunhofer IPM wurde in der rund 150 Seiten starken Studie mit Bestnoten beurteilt.

Getestet wurden fünf laserbasierte Messsysteme. Der PPS von Fraunhofer IPM war für die Messungen im Rahmen der Studie auf einem Messfahrzeug des Fraunhofer IPM-Kooperationspartners Ginger (Lehmann + Partner GmbH) installiert. Als Ergebnis der Studie zeigt sich, dass der PPS sowohl Querprofile und Spurrillen als auch Fahrbahn-markierungen mit der notwendigen Zuverlässigkeit erfassen kann. Des Weiteren wurde gezeigt, dass scannende Systeme wie der PPS den Triangulationsmesssystemen ebenbürtig, in einigen wesentlichen Punkten sogar klar überlegen sind (z. B. was die Augensicherheit betrifft).

Straßenoberflächenscanner PPS Plus liefert fotorealistische Bilder

Im Verlauf der Studie hat Fraunhofer IPM eine erweiterte Version des PPS vorgestellt. Der PPS Plus liefert neben Daten zur Querebenheit auch ein hochaufgelöstes Intensitätsbild der Straßenoberfläche. Dank einer patentierten Technologie erreicht das Messsystem eine Auflösung, die es erlaubt, auch kleine Risse und andere Strukturmerkmale in der Straßenoberfläche zu erfassen. Die letzte Bastion von Triangulationsmesssystemen – das Schaffen von fotorealistischen Abbildungen der Straßenoberfläche – ist damit gefallen. Erstmals steht ein augensicheres (Laser Klasse 1) System zur Verfügung, das 3D-Geometrie und Struktur der Straßenoberfläche bei Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erfassen kann.