Mit der Richtlinie über die Widerstandsfähigkeit kritischer Einrichtungen, der Critical Entities Resilience Directive (CER), verpflichtet die EU ihre Mitgliedstaaten, versorgungsrelevante Einrichtungen zu identifizieren und deren physische Widerstandsfähigkeit gegenüber Bedrohungen wie Naturgefahren, Terroranschlägen oder Sabotage zu stärken. Die CER-Richtlinie wird in Deutschland durch das KRITIS-Dachgesetz umgesetzt. Auf die Betreiber kritischer Infrastruktur kommt mit dem KRITIS-Dachgesetz eine Fülle von neuen Anforderungen zu. Der Gesetzgeber stellt mit Inkrafttreten des Gesetzes einheitliche Mindestanforderungen an die operative und physische Resilienz zentraler Versorgungseinrichtungen. Der im Gesetz festgeschriebene All-Gefahren-Ansatz verpflichtet diese Einrichtungen u.a. zu regelmäßigen Risikoanalysen, zur Erstellung von Resilienzplänen und zum Nachweis der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen.
Wir generieren die Datengrundlage für eine effiziente Risikobewertung vor dem Hintergrund von KRITIS mit
– Maßgeschneiderten Sensortechnologien
– Strategien für die Datenanalyse
– Passgenauen Nutzer-Schnittstellen für das Datenmanagement
Ohne valide Datenbasis kein gutes KRITIS-Management
Die Implementierung von Maßnahmen zur Erfüllung der Anforderungen aus dem KRITIS-Dachgesetz ist weit mehr als eine Managementaufgabe. Da das Gesetz neben der Cybersicherheit auch die Resilienz physischer Objekte beinhaltet, braucht es valide, möglichst aktuelle Daten der betroffenen Objekte, z. B. für die Bewertung der Perimetersicherung. Begehungen durch Prüfpersonal, visuelle Inaugenscheinnahme und manuelle Dokumentation, z. B. durch Kamerabilder oder schriftliche Notizen, werden in Zukunft nicht ausreichen, um die hohen KRITIS-Anforderungen zu erfüllen. Digitale 3D-Modelle sind eine unerlässliche Grundlage für die durch KRITIS geforderte Risikobewertung, das Krisenmanagement, das Resilienz-Reporting und die Auditierung. Geometrische Daten der zu schützenden Gebäude und Anlagen bilden die Basis für 3D-Modelle, die mit Informationen etwa zu Objekten, Sicherheitsabständen, Schäden oder generell Anomalien angereichert werden können. 3D-Modelle ermöglichen virtuelle Begehungen und Prüfungen. Im digitalen Modell lassen sich Änderungen an der Infrastruktur über den Zeitverlauf erkennen und der Ist-Zustand mit den Sicherheitsanforderungen abgleichen. Auch Simulationen von Gefahrensituationen, z. B. Hochwasser oder Großbrände, sind im digitalen Modell möglich.
Messkampagnen planen, Prozesse automatisieren und vereinfachen
Ein digitales 3D-Modell sollte genau die Daten enthalten, die Betreiber kritischer Infrastruktur für die Erfüllung der Berichtspflichten benötigen. Um ein passgenaues Modell zu erstellen, nehmen wir die Daten genau in der jeweils geforderten Qualität auf. Davon ausgehend können die messtechnische Erfassung und die Datenanalyse gezielt geplant werden: Welche Teile der Infrastruktur sind besonders wichtig und erfordern eine höhere Datenqualität? Wo sind mögliche Schwachstellen? Welche Sensoren eignen sich dafür? Welches sind relevante Objektklassen, die eine KI automatisiert in den Daten erkennen sollte? Wo liegen Schwellenwerte für kritische Abstände, Abweichungen etc.? Welche spezifischen Fragestellungen gibt es? In welchen Zeitabständen wird gemessen?