New Space Acceleration Days 2026 am Fraunhofer IPM
Mehr Tempo für die neue Raumfahrt
Vertreterinnen und Vertreter aus Raumfahrt, Industrie und Forschung trafen sich vom 4. bis 5. Februar am Fraunhofer IPM in Freiburg, um die New-Space-Ökonomie voranzubringen. Wie kann New Space von der Einzelmission zur skalierbaren Industrie weiterentwickelt werden? Und welchen Herausforderungen muss sich diese Industrie stellen? Auf der Veranstaltung tauschten sich mehr als 60 Teilnehmende aus Industrie, Fraunhofer-Gesellschaft, New-Space-Start-ups und staatlichen Luft- und Raumfahrt-Institutionen aus.
Die zunehmende Privatisierung der Raumfahrt seit etwa 20 Jahren hat einen neuen, dynamischen Markt eröffnet. Traditionsreiche Unternehmen, aber auch Start-ups treiben technische Innovationen voran und entwickeln neue Geschäftsmodelle für den „New Space“. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der neuen Branche kamen zu den New Space Acceleration Days, die Fraunhofer IPM gemeinsam mit u.a. dem Fraunhofer EMI, Fraunhofer IPA, Fraunhofer FKIE, Fraunhofer IML sowie Fraunhofer AVIATION & SPACE organisiert hat.
Vertreter etablierter Luft- und Raumfahrtunternehmen wie Tesat-Spacecom, des traditionsreichen Getriebeherstellers WITTENSTEIN SE sowie der Brose Fahrzeugteile SE & Co. KG zeigten in ihren Keynotes, dass die Zugangskosten zum All rasant sinken. Sie machten deutlich, wie Europa seine industrielle Stärke jetzt konsequent in den Orbit bringen kann: durch Industrialisierung, Vernetzung, eine abgestimmte Roadmap, Standardisierung und Cross-Industry-Lernen, etwa aus Automotive, Logistik und Fertigung. In einer Podiumsdiskussion diskutierten Vertreter der europäischen Raumfahrtagentur ESA, der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, der EU CASSINI Initiative sowie des Wagniskapitalgebers Acitoflux, welche politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für erfolgreiche Investitionen nötig sind und wie es gelingen kann, die europäische Raumfahrtindustrie voranzubringen. Die Start-up-Unternehmen constellr, OroraTech und LEOspace stellten ihre Geschäftsmodelle für New Space vor. Fraunhofer-Experten referierten über eine skalierbare Produktion von Weltraum-Komponenten über Logistik, Test-Infrastruktur bis zu resilienten Lieferketten.
„New Space bietet enorme wirtschaftliche Chancen“, sagte Prof. Dr. Karsten Buse, Leiter des Fraunhofer IPM in seiner Begrüßungsrede. „Fraunhofer wird diese Chancen gemeinsam mit der Industrie nutzen.“ Ein starkes Engagement der Fraunhofer-Gesellschaft forderten auch die Teilnehmenden aus der Wirtschaft. Fraunhofer AVIATION & SPACE, der Zusammenschluss von 37 Fraunhofer-Instituten im Bereich Luft- und Raumfahrt, nimmt die Aufforderung an und plant bereits die nächsten News Space Acceleration Days innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate.