Das Fahrdraht-Inspektionssystem CIS (Contact Wire Inspection System) misst die Fahrdrahtposition und den Fahrdrahtverschleiß berührungslos in einem einzigen Messvorgang. Anders als beim Fahrdraht-Inspektionssystem (CIS) sind die Sensoren der Low-Speed-Variante vertikal im Wageninneren angebracht. Die Beleuchtungsleiste ist auf dem Dach des Messzugs montiert. Das System umfasst das Fahrdraht-Positionsmesssystem CRS (Contact Wire Recording System) und das Fahrdrahtverschleiß-Messsystem WWS (Wire Wear Monitoring System)
Zuverlässiger Betrieb bei Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h
Das System kann bei Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h eingesetzt werden. Die Messdaten werden noch auf dem Messzug prozessiert und um die Rollbewegung des Zuges bereinigt. Diese wird separat erfasst. Die bereinigten und aufbereiteten Daten stehen dem Betriebspersonal vor Ort unmittelbar zur Verfügung. Da sich der Sensor im Inneren der Kabine befindet, lässt er sich leicht reinigen, sodass keine teure automatische Reinigungsanlage erforderlich ist. Das CIS-LS verfügt über eine eigene Beleuchtungseinheit und kann somit unter beliebigen Lichtverhältnissen zuverlässig betrieben werden – auch nachts, in Tunneln oder unter Brücken.
Kameragestützte Messung des Fahrdrahtverschleißes
Der Verschleißgrad der Oberleitung wird mithilfe von Kameras ermittelt. Die Restdicke von Fahrdrähten mit rundem Querschnitt wird anhand der Breite des Schleifspiegels berechnet. Die kamerabasierte Messeinheit des CIS erfasst den Schleifspiegel und leitet aus diesen Informationen Daten zum Verschleißgrad ab. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h wird pro Millimeter ein Linienbild aufgenommen. In der Regel wird alle 12 mm ein Messwert generiert.
Laserbasierte Fahrdrahtpositionserkennung
Das laserbasierte CRS erfasst die Fahrdrahtposition mit hoher Frequenz und erreicht so eine hohe Präzision. Der Messbereich erstreckt sich je nach Umgebungsbedingungen von 0,5 m bis 4 m.
Modulares System
Die Aufnahmeeinheit des CIS-LS ist modular aufgebaut und besteht aus dem WWS und dem CRS. Als Komplettlösung lässt sich das System flexibel auf verschiedenen Messfahrzeugen montieren, sofern das LED-Panel in der Nähe angebracht werden kann. Zwei LED-Panels anstelle von einem sorgen für eine optimierte Ausleuchtung und ermöglichen Messungen bei Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h unter Einhaltung aller Spezifikationen. Die benutzerfreundliche Software ermöglicht die Bewertung des Fahrleitungssystems.