Wire Wear Monitoring System (WWS)

Das Wire Wear Monitoring System (WWS) misst den Verschleiß von Oberleitungen und ist für Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h ausgelegt. Es kann somit auf Hochgeschwindigkeitsstrecken eingesetzt werden, ohne den regulären Verkehr zu beeinträchtigen. Die Rohdaten werden im Millimeterabstand erfasst und in Echtzeit verarbeitet, sodass bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h typischerweise alle 14 mm ein Wert vorliegt.

Acht Fahrdrähte gleichzeitig

Der Verschleißgrad von Fahrdrähten mit rundem Profil lässt sich aus der Breite des Schleifspiegels ableiten. Das WWS erfasst den Schleifspiegel mithilfe von zwei Kameras. Das System kann die Restdicke von bis zu acht Fahrdrähten gleichzeitig bestimmen. Der Kamerafokus wird auf Basis von Fahrdrahthöhe und -versatz gesteuert.

Aktive Beleuchtung

Das WWS ist in einem doppelwandigen Gehäuse untergebracht. Das Innengehäuse ist hermetisch abgedichtet (IP67) und klimatisiert. Trockenmittelpatronen sorgen für eine minimale Luftfeuchtigkeit im Gehäuse. Das System arbeitet bei Umgebungstemperaturen von −20 °C bis 55 °C. Das Außengehäuse schützt die Sensoreinheit vor mechanischen Einwirkungen sowie vor Regen, Schnee und Laub. Eine Reinigungseinheit, die vom Inneren des Inspektionswagens aus gesteuert wird, reinigt das Sichtfenster halbautomatisch. Dadurch kann das System über einen langen Zeitraum wartungsfrei betrieben werden. Das WWS arbeitet weitgehend unabhängig von den Umgebungslichtverhältnissen. Die mit Hochleistungs-LEDs ausgestattete Beleuchtungseinheit ist in das innere Sensorgehäuse integriert. Das laserbasierte Fahrdraht-Erfassungssystem (CRS), das Teil des WWS ist, ist augensicher gemäß IEC 60825 .

Betrieb

Das WWS umfasst das Fahrdrahtpositionsmesssystem (CRS) und kann auch mit einem bereits in Betrieb befindlichen CRS kombiniert werden.

Zudem ist das WWS als Bestandteil des Fahrdraht-Inspektionssystems (CIS) erhältlich. Dieses Multisensorsystem vereint Messtechnik zur Erfassung von Fahrdrahtverschleiß und -position sowie optional zur Mastenortung.