Fahrdrahtlage bei 350 km/h erfassen

Der Laserscanner misst bis zu zehn Fahrdrähte gleichzeitig – unabhängig von den Lichtverhältnissen.

Vertikale und horizontale Fahrdrahtlage

Die ausgewerteten Messdaten zeigen die Positionsdaten. Wankbewegungen des Messfahrzeugs wurden bereits kompensiert.

Fahrdrahtlage

Exakt positioniert – Lage von Oberleitungen effizient prüfen und dokumentieren

Die Elektrifizierung bestehender Bahnstrecken kommt weltweit voran. Neue Strecken werden standardmäßig mit Oberleitungssystemen ausgestattet, die die fahrenden Züge mit Strom versorgen. Die Oberleitung muss dabei in einem wohl definierten Bereich mit einer ausreichenden Zugspannung angebracht sein. Eine Fehlpositionierung kann fatale Folgen haben. Deshalb muss in regelmäßigen Abständen die Lage der Fahrdrähte hinsichtlich ihrer Höhen- und Seitenlage überprüft werden – nach Möglichkeit schnell und effizient im Regelbetrieb.

Contact Wire Recording System CRS

Das von Fraunhofer IPM entwickelte CRS erfasst die vertikale und horizontale Lage von Fahrdrähten bei Geschwindigkeiten von bis zu 350 km/h. Ein auf dem Dach eines Messwagens installierter Laserscanner erfasst den Lichtraum oberhalb des Wagendachs mit 400 Hz und liefert Positionsdaten von bis zu zehn Drähten gleichzeitig in Echtzeit. Das Lasermesssystem strahlt die Fahrdrähte aktiv von unten an und ist somit weitgehend unabhängig von Tageszeit oder Witterungsbedingungen.

Die Auswerteeinheit im Inneren des Wagens liefert dem Bedienpersonal die fertig aufbereiteten Positionsdaten – bereits korrigiert um die separat aufgenommenen Wankbewegungen des Wagenkastens. Zusätzliche Features wie z. B. die semiautomatische Reinigung sorgen für einen zuverlässigen und wartungsarmen Betrieb.

Die ganze Oberleitung im Blick

Das CRS ist auch Teil des Multisensorsystems CIS (Contact Wire Inspection System) und dessen Low-Speed-Variante CIS-LS. Diese Systeme erfassen Fahrdrahtabnutzung und Fahrdrahtlage gleichzeitig und erkennen optional auch die Position von Oberleitungsmasten.